Gebisse

Eins haben Freizeitreiter und Springreiter gemeinsam: Sie nutzen gerne sogenannte scharfe Gebisse um das Pferd zu kontrollieren. Natürlich nicht ohne Grund: Sicherheit, Präzision und natürlich Kontrolle sind wichtig um den Ritt unbeschadet zu überstehen.

In der folgenden Galerie finden sich einige Beispiele, deren Notwendigkeit sich mir nicht immer erschliesst.

Gebisse

Ein scharfes Gebiss setzt einen versierten Reiter voraus, der die Wirkung ausnutzen, einschätzen und entsprechend einsetzen kann. Gerade im Springen sieht man sehr gut ob dies der Fall ist. Hier wird sehr gerne schon in unteren Klassen das Pelham eingesetzt. Weiss der Reiter nicht wieviel Bremse es braucht, kommt der Ritt schnell aus dem Fluss. Ich persönlich finde einen Ritt mit Wassertrense der geringe Meinungsunterschiede zeigt besser, als eine Vorstellung die nur durch das Halten am Zügel geprägt ist und lediglich dank Pelham nicht zum Durchgehen des Pferdes führt.

Auch der Freizeitreiter setzt gerne Hebelwirkung ein, sei es die Springkandare (auch mit einem Zügel zu reiten, daher einfach …) oder gleich ein Tellington mit starker Hebelwirkung das dann gerne nur mit dieser Hebelwirkung, und nicht mit 4 Zügeln, verwendet wird.

Re-Post: Das große Durcheinander im Reitsport

Hier möchte ich mal nahezu unkommentiert auf einen super Beitrag von Anne Schmatelka (losgelassen.com) verweisen, dem eigentlich fast nichts hinzuzufügen ist – ausser:  ja so ist es, es ist ein großes Durcheinander, bei dem die Basics wie Takt, Losgelassenheit, Anlehnung,  Schwung, Geraderichtung, Versammlung leider in Vergessenheit geraten, aber lest selbst: https://los-gelassen.com/das-grosse-durcheinander-im-reitsport/

Als Beitragsbild ein sehr treffendes, das ich bei unsplash gefunden habe. Eine oberflächlich betrachtet top ausgestattete Reiterin, mit Helm, Sicherheitsweste, keine Sporen, keine Hilfszügel. Näher betrachtet ein Gebiss mit Hebelwirkung, Zügel zu lang, Pferd daher nicht durchs Genick, Kopf-Halseinstellung ungünstig, schlägt mit dem Schweif. Danke an den Fotografen (Photo by Thomas Peham on Unsplash) für diese Momentaufnahme!

Paul Plintzner – System der Reiterausbildung | System der Pferdgymnastik

Wenn man sich mal an die „deutsche“ Schrift gewöhnt hat, liesst es sich ganz flüssig. Nun also Plinzners System der Reiterausbildung und System der Pferdgymnastik. Mir scheint dies eigentlich ein Vorgänger der vielzitierten Heeresdienstvorschrift zu sein, und es ist ein treffendes Buch das den Autor als Praktiker zu erkennen gibt. Meine Empfehlung: Lesen! Paul Plintzner – System der Reiterausbildung | System der Pferdgymnastik weiterlesen

Paul Plinzner – Ein Beitrag zur praktischen Pferde-Dressur

Als Herausgeber des Gymnasium des Pferdes von Gustav Steinbrecht ist Plinzner weniger Bekannt als Erfinder der Rollkur. Diese Art die Pferde „Einzustellen“ wurde im Ausgehenden 19. Jahrhundert auch Tiefzäumung genannt und war damals ebenso umstritten wie diese heute.

Wie der Hippologe Rolf Schettler im Vorwort bemerkt, war Plinzner auch der erste, der das Lang-und-tief-Einstellen des Pferdes bei aufgewölbtem Rücken propagierte, womit er die Hanken der Pferde geschmeidig machen und sie zu schwungvollerem Gehen veranlassen wollte.

Es ist ein sehr interessantes Buch das auf viele Klassiker und Lehren blickt und Plinzner als einen belesenen, suchenden Reiter erkennen lässt. Seiner Empfehlung sich erst nach der Lektüre und Kenntnis der Sache ein Urteil zu bilden sollte man folgen.

Und so sehr auch die „absolute Einstellung am Sporn“ manches Mal zu denken gibt, so viel wahre und wertvolle Details bietet das Buch dem aufmerksamen Leser.

Nach einiger Mühe habe ich mich sogar in die altdeutschen Buchstaben eingelesen, weitere Klassiker können folgen :-).

Jetzt lesen!

Hilfszügel: Martingal

Das (gleitende Ring) Martingal ist sowas wie das Schweizer Messer der Reiterei. Es hat den Anstrich des hamlosen und ist offiziell auf Turnieren im Springen zugelassen. Kann ja nicht so schlimm sein. Und es hat sogar den Weg in die Westernreiterei gefunden.

Oft wird es auch eingesetzt um dem Reiter den Umstieg vom ausgebundenen Pferd zum reiten ohne Hilfszügel zu erleichtern. Hilfszügel: Martingal weiterlesen

Ein Korrekturweg

Dies ist der Weg einer 8 jährige Connemara Stute, die laut Besitzerin „noch nicht so viel kann“. Beim Probereiten zeigte sie sich sehr brav, aber nicht in der Lage den Reiter auch nur ansatzweise anatomisch effektiv zu tragen. Sie ertrug ihren Reiter und war super angespannt. Geritten wurde auf einem kleinen Reitplatz im Schritt und Trab, Galopp geht noch nicht weil der Platz so klein ist, hiess es – ja es ging auch wegen der Spannung nicht. Habs versucht. Ein Korrekturweg weiterlesen

Pixelhorses 2018 Kalender

Es ist geschafft! Der pixelhorses Kalender 2018 ist fertig und kann ab sofort bestellt werden.

Der Kalender ist ein Tischkalender im Format 29,7 x 10,5 cm, aufstellbar und findet auf jedem Schreibtisch Platz ohne zu verschwinden.

Er enthält wieder 12 Fotos, die meisten aus dem Sattel fotografiert.

Vorschau:

pixelhorses 2018

Der Kalender kostet nur noch 9.90 € inkl. Versand innerhalb Deutschlands. Bezahlung per Vorkasse ausschliesslich per PayPal möglich.