Rainer Hilbt – Longieren

Das Buch bietet eine sehr gute Übersicht zum longieren. Wobei nicht vergessen wurde den Sinn des Longierens und die Kenntnisse über das gehen des Pferdes zu nennen. Nur wer reiten kann, kann sein Pferd sinnvoll longieren ist eine Kernaussage des Buches – die gut darstellt dass longieren mehr sein muss als das Pferd zu bewegen.

Das Longieren ausschliesslich mit Hilfszügeln wird fundiert erläutert, auch durch die Lösungen wie man Probleme angeht. Der Autor nennt viele Beispiele auch für diverse Hilfszügel die die Arbeit an der Longe sehr gut unterstützen.

Darüber hinaus befasst es sich mit ergänzenden Anwendungen: Longieren zum Voltigieren, für Fahrer und streift die Anwendung von Doppellonge und Langzügel.

Mir hat das Buch einige gute Anregungen beim Longieren gegeben, wobei ich mich auch in vielem bestätigt fand. Gerade die Lösungen bei Problemen finde ich sehr hilfreich. Sie machen dieses Buch zu einem sehr guten Ratgeber.

Schade dass der Autor das Longieren am Kappzaum scheinbar noch nie probiert hat, dadurch würden sich weitere Erkenntnisse ergeben.

Trotzdem uneingeschränkt zu empfehlen! Auf www.lonigeren.de gibt es zudem alle möglichen Hilfsmittel zu kaufen.

Paul Plintzner – System der Reiterausbildung | System der Pferdgymnastik

Wenn man sich mal an die “deutsche” Schrift gewöhnt hat, liesst es sich ganz flüssig. Nun also Plinzners System der Reiterausbildung und System der Pferdgymnastik. Mir scheint dies eigentlich ein Vorgänger der vielzitierten Heeresdienstvorschrift zu sein, und es ist ein treffendes Buch das den Autor als Praktiker zu erkennen gibt. Meine Empfehlung: Lesen! „Paul Plintzner – System der Reiterausbildung | System der Pferdgymnastik“ weiterlesen

Paul Plinzner – Ein Beitrag zur praktischen Pferde-Dressur

Als Herausgeber des Gymnasium des Pferdes von Gustav Steinbrecht ist Plinzner weniger Bekannt als Erfinder der Rollkur. Diese Art die Pferde “Einzustellen” wurde im Ausgehenden 19. Jahrhundert auch Tiefzäumung genannt und war damals ebenso umstritten wie diese heute.

Wie der Hippologe Rolf Schettler im Vorwort bemerkt, war Plinzner auch der erste, der das Lang-und-tief-Einstellen des Pferdes bei aufgewölbtem Rücken propagierte, womit er die Hanken der Pferde geschmeidig machen und sie zu schwungvollerem Gehen veranlassen wollte.

Es ist ein sehr interessantes Buch das auf viele Klassiker und Lehren blickt und Plinzner als einen belesenen, suchenden Reiter erkennen lässt. Seiner Empfehlung sich erst nach der Lektüre und Kenntnis der Sache ein Urteil zu bilden sollte man folgen.

Und so sehr auch die “absolute Einstellung am Sporn” manches Mal zu denken gibt, so viel wahre und wertvolle Details bietet das Buch dem aufmerksamen Leser.

Nach einiger Mühe habe ich mich sogar in die altdeutschen Buchstaben eingelesen, weitere Klassiker können folgen :-).

Jetzt lesen!